Lärmschutz an der Nuthe-Schnellstraße
24.04.2008
Schutz vor Lärm gehört zu einem guten Wohnumfeld. Wir wollen in guten Wohnungen ungestört wohnen, ohne die Belästigung durch Verkehrslärm. Daher hat das Landesumweltamt nach Vorgaben der EU und des Bundes eine so genannte „Lärmkarte“ für Potsdam erstellt. „Die Schnellstraße ist für die Wohngebiete Stern und Drewitz eine große Lärmquelle. Das hat die Lärmkarte bestätigt“, so Anke Michalske, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld. “Besonders am Otto-Hahn-Ring und an der Gaußstraße am Stern sowie an der nördlichen Turmstraße in Alt-Drewitz ist die Lärmbelästigung unzumutbar hoch. Hier brauchen wir neue Lärmschutzmaßnahmen.“ SPD-Stadtverordneter Harald Kümmel ergänzte, dass auch von der Brücke der Schnellstraße über die Neuendorfer Straße Lärm in die Wohngebiete ausstrahlt. „Diese Brücke muss mit einer durchsichtigen Lärmschutzwand ausgestattet werden“, so Kümmel.
Aufgrund der Erkenntnisse aus der Lärmkarte fordert die SPD-Fraktion Konsequenzen für Potsdam in einem Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung. Bis März 2008 soll der Oberbürgermeister erste Ergebnisse vorlegen, wie der Lärmschutz in Potsdam verbessert werden kann. Dabei soll die Stadtverwaltung auch Wege aufzeigen, wie die Lärmschutzmaßnahmen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort diskutiert werden können.
Die Lärmaktionsplanung war aufgrund einer EU-Richtlinie im Jahr 2006 in Deutschland beschlossen worden. Demnach müssen die zuständigen Behörden – in Brandenburg das Landesumweltamt – Lärmkarten erstellen, um die Lärmbelästigung für Anwohner an stark befahrenen Straßen und Schienenwegen zu ermitteln. Daraus sollen die Verwaltungen neue Lärmschutzmaßahmen für die Bürger ableiten. Dazu sind Aktionspläne zu erstellen.
Etappenziel erreicht: Lärmschutz an der Nutheschnellstraße ist im Lärmaktionsplan der Stadt
Im Entwurf des Lärmaktionsplans, der den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zugegangen ist, sind auch Maßnahmen an der Nutheschnellstraße vorgesehen. So wird vorgeschlagen, die Lärmschutzwand gegenübr dem Stern-Center von der Max-Born-Straße bis zur Autobahn zu verlängern. Damit würden der Hans-Grade-Ring und die Gaußstraße von Lärm entlastet. Außerdem wird vorgeschlagen, eine Lärmschutzwand von der Neuendorfer Straße bis zur Bebraer Straße zu errichten. Damit würde das Wohnen im nördlichen Alt-Drewitz verbessert. Die SPD freut sich über diese Entschiedung der Stadt.
Aktuell 10.09.2008: Lärmaktionsplan in der Stadtverordnetenversammlung
Am 10. September hat die Stadtverwaltung den Lärmaktionsplan für Potsdam in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Im Vorfeld hatte es eine breite Bürgerbeteiligung gegeben.
Download: Beschlussvorlage der Stadtverwaltung für die Stadtverordnetenversammlung
Download: Lärmaktionsplan Potsdam
Die Lärmkarte für Potsdam kann im Internet eingesehen werden unter:
Links:
Gut wohnen - Politik für Lärmschutz und Wohnqualität des Stadtverordneten Harald Kümmel
Material:
| Flugblatt Lärmschutz an der Nuthe-Schnellstraße | |
| Dokumentation - Lärmschutz |



